„Gesegnet seiest Du; wir werden nach dem Meere gehen.“


35


In Harlebeke schaffte Lamm neuen Vorrat von Ölkuchen an, aß deren siebenundzwanzig und tat dreißig in seinen Korb. Ulenspiegel trug seine Käfige in der Hand. Gegen Abend kamen sie nach Kortrijck und stiegen in der Herberge ‚zur Biene‘ ab, bei Gillis van den Ende, der sogleich an die Tür kam, als er den Lerchensang hörte.

Da war alles eitel Zucker und Honig für sie. Nachdem der Wirt des Prinzen Briefe gesehen, übergab er Ulenspiegel fünfzig Karolus für den Prinzen und wollte weder für die Truthenne, die er ihnen vorsetzte, noch für den Doppel Klauwaert, mit dem er sie tränkte, bezahlt sein. Auch warnte er ihn vor den Spionen des Bluttribunals, die in Kortrijck wären, derhalben er seine und seines Gefährten Zunge wohl im Zaum halten solle.

„Wir werden darauf achten“, sprachen Ulenspiegel und Lamm.

Und sie verließen die Herberge.

Die untergehende Sonne vergüldete die Giebel der Häuser. Die Vögel sangen unter den Linden, die Gevatterinnen schwätzten vor ihren Türschwellen, und die Kinder wälzten sich im Staube. Ulenspiegel und Lamm streiften aufs Geratewohl durch die Gassen.

Plötzlich sagte Lamm: