Ulenspiegel wollte ihm seine Börse mit Gewalt wieder abnehmen, aber Lamm hielt sie gut fest. Wie sie so mit einander rangen, der Eine, um sie zu behalten, der Andere, um sie zu entreißen, raunte Lamm ganz leise, in abgerissenen Worten:
„Horch. Schergen drinnen ... vier ... kleines Gemach mit drei Dirnen ... Zwei draußen ... für Dich, für mich ... Wollte rausgehen ... gehindert ... Frauenzimmer in Brokat ... Spionin ... Stevenyne Spionin!“
Derweil sie sich schlugen, hörte Ulenspiegel wohl zu und schrie:
„Gib mir meine Börse, Taugenichts.“
„Du wirst sie nicht bekommen,“ sprach Lamm.
Und sie packten sich beim Hals und bei den Schultern und wälzten sich auf dem Boden, dieweil Lamm Ulenspiegel seinen guten Rat gab.
Plötzlich trat der Wirt „zur Biene“ herein und hinter ihm sieben Männer, die er nicht zu kennen schien. Er krähte wie ein Hahn, und Ulenspiegel trillerte wie eine Lerche. Da er Ulenspiegel und Lamm sich prügeln sah, sprach der Wirt zur Stevenyne:
„Wer sind diese beiden?“
Die Stevenyne antwortete:
„Taugenichtse, so man lieber trennen sollte, anstatt sie hier so großen Lärm aufführen zu lassen, ehe sie zum Galgen gehen.“