„’t is van te beven de klinkaert“. (Es ist Zeit mit den Gläsern zu klirren.)

Dann ganz laut und auf die Häscher zeigend:

„Hochedler Reformierter, wir halten alle zu Dir; zahle uns Essen und Trinken.“

Und die Stevenyne lachte vor Vergnügen und streckte auch Ulenspiegel die Zunge heraus, da dieser ihr den Rücken wandte. Und die Gilline im Brokatkleid streckte desgleichen die Zunge heraus.

Und die Dirnen sprachen ganz leise: „Sehet die Spionin, die durch ihre Schönheit mehr denn siebenundzwanzig Reformierte zu grausamer Tortur und noch grausamerem Tode geführt hat. Gilline schwelgt in dem Gedanken an den Lohn ihrer Angeberei: die ersten hundert Karolusgülden vom Nachlaß der Opfer. Aber sie lacht nicht, gedenkend, daß sie sie mit der Stevenyne wird teilen müssen.“

Und alle, Häscher, Metzger und Dirnen streckten die Zunge heraus, um Ulenspiegel zu höhnen. Und Lamm schwitzte große Tropfen; er war rot vor Zorn wie ein Hahnenkamm, doch er wollte nicht reden.

„Traktiere uns mit Essen und Trinken,“ sagten die Metzger und Häscher.

„Wohlan,“ sagte Ulenspiegel und ließ von neuem seine Karolus klingen, „gib uns zu essen und zu trinken, o reizende Stevenyne, aus Gläsern zu trinken, die klingen.“

Darob lachen die Dirnen abermals, und die Stevenyne fletschte ihre Hauer.

Gleichwohl ging sie in Keller und Küche und trug Schinken, Würste und Eierkuchen mit Blutwürsten auf, nebst Klingegläsern, also genannt, weil sie mit einem Fuß versehen waren und wie ein Glockenspiel klangen, wenn man sie anstieß.