„Zwanzig Gülden! Wir dienen dem Prinzen um zwanzig Gülden. Der König zahlt schlecht. Gebt jedem von uns die Hälfte davon, und wir werden dem Richter alles sagen, was Du willst.“
Die Metzger und Lamm murmelten dumpf:
„Es ist Zeit, mit dem Klinger zu klirren! Es ist Zeit, mit dem Klinger zu klirren!“
„Auf daß Ihr nicht zu viel redet,“ sagte Ulenspiegel, „werden die Sieben Euch gebunden bis Peteghem zu den Geusen führen. Ihr sollt zehn Gülden bekommen, wenn Ihr auf dem Meere seid. Bis dahin sind wir gewiß, daß die Feldküche Euch bei Brot und Suppe festhalten wird. So Ihr tapfer seid, sollt Ihr Euren Anteil an der Beute haben. So Ihr versuchet zu desertieren, werdet Ihr gehenket werden. So Ihr entwischet und also dem Strick entgeht, werdet Ihr das Messer finden.“
„Wir dienen dem, der uns bezahlt,“ sagten sie.
„Es ist Zeit, mit dem Klinger zu klirren! Es ist Zeit, mit dem Klinger zu klirren,“ sagten Lamm und die Sieben und schlugen mit den Scherben der zerbrochenen Töpfe und Gläser auf den Tisch.
„Desgleichen werdet Ihr die Gilline, die Stevenyne und die drei Frauenzimmer mit Euch führen. Wenn eine darunter entwischen will, so sollt Ihr sie in einen Sack nähen und in den Fluß werfen.“ „Er hat mich nicht getötet,“ sprach die Gilline, sprang aus ihrem Winkel auf und schwang ihre Laute in der Luft. Und sie sang:
„Blutiges hatt’ im Sinn ich:
Ein schlimmer Traum fürwahr!
Des Teufels Tochter bin ich;