Frau Eva mich gebar.“

Die Stevenyne und die andern machten Miene zu weinen.

„Fürchtet nichts, Ihr Schätzchen“, sprach Ulenspiegel, „Ihr seid so lieblich und sanft, daß man Euch allerorten lieben, feiern und hätscheln wird. Bei jeder Prise werdet Ihr Euren Anteil an der Beute haben.“

„Und mir, die alt ist, wird man nichts geben,“ greinte die Stevenyne.

„Einen Sou pro Tag, Krokodil,“ sagte Ulenspiegel, „denn Du sollst die Leibeigene dieser vier schönen Mädchen sein, Du wirst ihre Röcke, Leintücher und Hemden waschen.

„Ich, Herr Gott!“ sagte sie.

Ulenspiegel entgegnete:

„Du hast sie lange Zeit gemeistert und vom Ertrag ihrer Körper gelebt, sie aber arm und hungrig gelassen. Du magst greinen und plärren, es wird geschehen, wie ich gesagt habe.“

Darob lachen die vier Mädchen, spotten der Stevenyne und sagen zu ihr, die Zunge herausstreckend:

„Jede kommt in dieser Welt an die Reihe. Wer hätte das von der Stevenyne, der Geizigen gedacht. Sie wird als Leibeigene für uns arbeiten. Gesegnet sei seine Gnaden, Herr Ulenspiegel!“