Darauf sprach Ulenspiegel zu den Metzgern und zu Lamm:
„Leert die Weinkeller, nehmet das Geld; es soll zum Unterhalt der Stevenyne und der vier Mädchen dienen.“
„Sie knirscht mit den Zähnen, die Stevenyne, die Geizige,“ sagten die Mädchen. „Du warest hart, nun ist man es gleicherweise gegen Dich. Gesegnet sei Seine Gnaden, Herr Ulenspiegel!“
Dann wandten sich alle drei gegen Gilline:
„Du warst ihre Tochter, ihre Ernährerin, Du teiltest die Frucht der schändlichen Angeberei. Wirst Du es wohl noch wagen, uns zu schlagen und zu beschimpfen in Deinem Brokatkleid? Du verachtetest uns, weil wir nur Barchent trugen. Nur vom Blute der Opfer bist Du so reich gekleidet. Laßt uns ihr das Kleid ausziehen, auf daß sie uns dadurch gleich sei.“
„Ich dulde es nicht,“ sagte Ulenspiegel.
Und die Gilline flog ihm an den Hals und sprach:
„Gesegnet seist Du, der mich nicht getötet hat und nicht will, daß ich häßlich sei!“
Und die eifersüchtigen Mädchen blickten Ulenspiegel an und sagten:
„Er ist in sie vernarrt wie alle.“