„Holla, Kamerad, komm zurück; der Wolf fürchtet sich, komm trinken!“
Aber er antwortete nicht.
Plötzlich, da sie einen lauten Schrei, wie den eines Sterbenden vernahmen, eilten sie dorthin, von wannen der Schrei kam und sagten: „Halt aus, wir kommen Dir zu Hülfe.“
Doch es währte lange, bis sie ihren Kameraden fanden, denn die Einen sagten, der Schrei sei aus dem Tal, und die Andern, er sei vom Kamme der Dünen gekommen.
Endlich, da sie Dünen und Tal mit ihren Laternen gründlich abgesucht hatten, fanden sie ihren Gefährten an Arm und am Bein gebissen und den Hals hinterrücks gebrochen, wie bei den andern Opfern. Auf dem Rücken liegend, hielt er seinen Degen in der geballten Faust; seine Büchse lag auf dem Sande. Neben ihm fanden sich drei abgeschnittene Finger, die sie mitnahmen und die nicht seine waren. Sein Säckel war geraubt.
Sie nahmen den toten Leib ihres Gefährten, seinen guten Degen und seine wackere Büchse auf die Schultern, und betrübt und ergrimmt trugen sie den Leichnam zum Amtshaus, wo der Amtmann sie in Gesellschaft des Kriminalschreibers, der zwei Schöffen und der beiden Wundärzte empfing.
Die abgeschnittenen Finger wurden geprüft und als die eines Greises erkannt, der in keinem Handwerk Arbeiter war, denn die Finger waren dünn und die Nägel daran lang wie bei Männern des Richter- oder Priesterstandes.
Des andern Tages gingen der Amtmann, die Schöffen, der Kriminalschreiber, die Wundärzte und die Soldaten nach der Stelle, wo der arme Tote gebissen worden, und sahen, daß dort Blutstropfen auf dem Grase waren und Fußstapfen, so bis ans Meer gingen und dort aufhörten.