Es war zur Zeit der reifen Trauben, im Weinmond, am vierten Tage, wo man in der Stadt Brüssel vom Sankt Niklasturm herab nach der Hochmesse dem Volk Säcke mit Nüssen zuwirft.

In der Nacht wurde Nele durch Geschrei, so von der Straße kam, geweckt. Sie suchte Katheline in der Kammer und fand sie nicht. Sie lief nach unten und öffnete die Tür, und Katheline trat ein und sagte:

„Rette mich, rette mich! der Wolf, der Wolf!“

Und Nele hörte vom Feld her fernes Geheul. Zitternd entzündete sie alle Lampen, Wachslichte und Talgkerzen.

„Was ist geschehen, Katheline?“ fragte sie, sie in ihre Arme schließend.

Katheline setzte sich verstörten Blicks und sagte, die Kerzen anschauend:

„Das ist die Sonne, sie verscheucht die bösen Geister. Der Wolf, der Wolf heult draußen auf dem Felde.“

„Aber“, sprach Nele, „warum bist Du aus Deinem warmen Bette gestiegen, um Dir in den feuchten Septembernächten das Fieber zu holen?“

Und Katheline sprach: