„Hochwichtige Zeitung,“ sagte der Reiter. „Auf des Herrn von Chatillon Rat, der im Lande Frankreich Admiral ist, hat der Freiheitsprinz Befehl erteilt, Kriegsschiffe auszurüsten, ohngeachtet die, so in Emden und Ostfriesland schon bewaffnet sind. Die kühnen Männer, die diese Aufträge erhalten haben, sind Adrian de Berghes, Herr von Dohlhain, sein Bruder, Ludwig von Hennegau, der Baron de Montfaucon, Herr Ludwig van Brederode, Albert van Egmont, des Enthaupteten Sohn und kein Verräter wie sein Bruder, Berthel Enthens von Mentheda, der Friese, Adrian Menningh, Hemubyse, der hitzköpfige und stolze Genter, und Jan Brock.

Der Prinz hat seine ganze Habe, mehr denn fünfzigtausend Gülden, hingegeben.“

„Ich habe fünfhundert für ihn,“ sprach Ulenspiegel.

„Tragt sie bis ans Meer,“ sagte der Reiter. Und er galoppierte von dannen.

„Er gibt seine ganze Habe,“ sagte Ulenspiegel, „wir andern geben nur unsere Haut.“

„Ist das denn nichts,“ sagte Lamm, „und werden wir immer nur von Plünderung und Metzelei reden hören? Die Orange ist zu Boden gefallen.“

„Zu Boden gefallen wie die Eiche; aber aus der Eiche macht man Schiffe für die Freiheit!“

„Zu seinem Nutzen,“ sprach Lamm. „Aber da wir nichts mehr zu befahren haben, laß uns wieder Esel kaufen. Ich marschiere gern sitzend und ohne an den Fußsohlen ein Glockenspiel zu haben.“

„So laß uns Esel kaufen,“ sagte Ulenspiegel. „Diese Tiere sind leicht wieder los zu schlagen.“

Sie gingen zu Markt und erstanden dort zwei schöne Esel mit Zaumzeug.