Und der Pfarrer bekreuzte sich.
„Die Asche brennt auf meinem Herzen,“ entgegnete Ulenspiegel.
Der Pfarrer sagte:
„Dieweil Du so tapferen Willen hast, will ich Dir beistehen.“
„Herr Pfarrer,“ sprach Ulenspiegel, „Ihr tätet an mir und dem armen, untröstlichen Lande ein löbliches Werk, wenn Ihr zu Toria, des Mädchens Mutter, und desgleichen zu ihren beiden Brüdern ginget, um ihnen zu sagen, daß der Wolf in der Nähe ist und daß ich ihn erwarten und töten will.“
Der Pfarrer sagte:
„Wenn Du noch nicht weißt, auf welchem Wege Du Dich aufstellen sollst, so halte Dich auf dem, der zum Kirchhof führt. Er ist zwischen zwei Ginsterhecken, nicht breit genug für zwei Männer.“
„Ich werde mich dort aufstellen,“ versetzte Ulenspiegel. „Und Ihr, wackerer Herr Pfarrer, Helfer bei der Befreiung, befehlt und gebietet der Mutter des Mägdleins, ihrem Mann und ihren Brüdern, sich vor der Nachtstunde wohlbewaffnet in der Kirche einzufinden. Wenn sie den Schrei der Möwe hören, so heißt das, daß ich den Werwolf gesehen habe. Sie müssen sogleich die Sturmglocke läuten und mir zu Hülfe kommen. Und wenn noch andere tapfere Männer da sind ...?“
„Es sind keine da, mein Sohn,“ antwortete der Pfarrer. „Die Fischer fürchten den Werwolf mehr als Pest und Tod. Aber geh nicht hin.“
Ulenspiegel erwiderte: