„Mörderischer Dieb, wo verbirgst Du das Gold, das Du den armen Opfern stahlest? Er soll alles herausgeben.“
„Ich habe keins; habt Erbarmen,“ sagte der Fischhändler.
Und die Weiber warfen ihn mit Steinen und Sand.
„Er büßt, er büßt!“ schrie Toria.
„Erbarmen“, ächzte er. „Mein Blut fließt und durchnäßt mich. Erbarmen!“
„Dein Blut,“ sprach Toria. „Dir wird noch genug verbleiben, um zu büßen. Legt Balsam auf seine Wunden. Mit abgehauener Hand, bei langsamen Feuer und glühenden Zangen soll er büßen, büßen!“ Und sie wollte ihn schlagen.
Dann fiel sie bewußtlos, wie tot, auf den Sand; und man ließ sie liegen, bis sie wieder zu sich kam.
Indessen hatte Ulenspiegel die Hände des Gefangenen aus der Falle losgemacht und sah, daß an der rechten Hand drei Finger fehlten.
Und er befahl, ihn festzubinden und in einen Fischerkorb zu legen. Männer, Weiber und Kinder trugen abwechselnd den Korb. So zogen sie nach Damm, um dort Gerechtigkeit zu fordern. Und sie trugen Fackeln und Laternen.
Und der Fischhändler sagte unaufhörlich: „Zerschlagt die Glocken, tötet die schreienden Kinder!“