„Sie sündigte mit ihm und ward zu einer grausamen Buße verdammt. Sie weiß, daß er für den Sieg des Ketzertums aufs Meer geht, das ist hart zu denken für ein christliches Herz. Verteidige ihn, wenn er angegriffen wird, pflege ihn, wenn er verwundet wird; seine Frau trug mir auf, diese Bitte an Dich auszurichten.“
„Lamm ist mein Freund und Bruder,“ antwortete Ulenspiegel.
„Ach,“ sprach sie, „warum kehret Ihr nicht in den Schoß unsrer heiligen Mutter Kirche zurück!“
„Sie frißt ihre Kinder,“ antwortete Ulenspiegel.
Und er ging.
An einem Märzmorgen, als ein scharfer Wind blies und wehte und das Eis immer dicker machte, also daß Très-Longs Schiff nicht absegeln konnte, trieben die Matrosen und Soldaten des Schiffes in Schlitten und auf Schlittschuhen allerhand Kurzweil und Lustbarkeiten.
Ulenspiegel war in der Herberge, und die hübsche Frau sprach tiefbetrübt und wie von Sinnen zu ihm:
„Armer Lamm! Armer Ulenspiegel!“
„Warum jammerst Du?“ fragte er.
„Wehe, wehe!“ sagte sie, „warum glaubt Ihr nicht an die Messe? Ihr würdet gewißlich ins Paradies eingehen, und ich könnte Euch in diesem Leben retten.“