„Ich liebe Dich als meinen Nächsten; aber vor allem liebe ich den Herrn Christum und die heilige Jungfrau, die mir gebieten, ein züchtig Leben zu führen. Hart und beschwerlich sind unsere Pflichten, aber Gott hilft uns armen Frauen. Doch es sind ihrer etliche, die unterliegen. Ist Dein dicker Freund fröhlich?“
Ulenspiegel antwortete:
„Beim Essen ist er lustig, mit nüchternem Magen traurig und immerdar nachdenklich. Aber Du, bist Du fröhlich oder betrübt?“
„Wir Frauen,“ sprach sie, „sind Sklavinnen dessen, der uns beherrscht!“
„Der Mond,“ fragte er.
„Ja,“ sprach sie.
„Ich werde Lamm sagen, daß er dich besucht.“
„Tu das nicht,“ sagte sie; „er würde weinen und ich desgleichen.“
„Hast Du jemals seine Frau gesehen?“ fragte Ulenspiegel.
Seufzend antwortete sie: