Am folgenden Tag, da der Wind aus Brabant wehte, schmolz der Schnee, und die Wiesen wurden überschwemmt.
Und die Sturmglocke rief die Richter zum Gericht der „Vierschare,“ das wegen der Feuchtigkeit der Rasenbänke unter einem Schirmdache stattfand. Und das Volk stand im Kreise um die Richter.
Joos Damman wurde aller Fesseln ledig in seiner fürnehmen Tracht vorgeführt. Auch Katheline wurde herbeigeführt, mit vorn zusammengebundenen Händen, in einem Kleide von grauer Leinwand, der Gefängnistracht.
Joos Damman bekannte im Verhör, daß er seinen Freund Hilbert im Zweikampf auf Degen getötet habe. Als man ihm sagte: Er ist von einem Dolchstoß getroffen, antwortete Joos Damman: „Ich habe ihn niedergestochen, weil er nicht rasch genug starb. Da ich unter dem Schutz der flandrischen Gesetze stehe, die verbieten, den Mörder nach Ablauf von zehn Jahren zu verfolgen, so bekenne ich den Mord willig.“
Der Amtmann sprach zu ihm:
„Bist Du kein Zauberer?“
„Nein,“ antwortete Damman.
„Beweise es,“ sagte der Amtmann.
„Ich werde es zu gelegener Zeit und am rechten Orte tun, aber es beliebt mir nicht, es jetzt zu tun.“
Der Amtmann befragte alsdann Katheline; sie hörte ihn nicht und schaute Hans an: