Der Henker entblößte Hals und Schulter und zeigte das braune behaarte Mal.
„Ach,“ sagte Katheline, „wie weiß Deine Haut ist! Beinahe wie die Schultern eines Mägdleins. Du bist schön, Hans, mein Geliebter. Zu trinken!“
Der Henker stach mit einer langen Nadel in das Mal; aber es blutete nicht.
Und die Schöffen sprachen untereinander:
„Er ist ein Teufel, und er wird Joos Damman umgebracht und sein Gesicht angenommen haben, um die arme Welt desto sichrer zu täuschen.“
Und der Amtmann und die Schöffen erschraken und sprachen:
„Er ist ein Teufel, und es ist Zauberei im Spiel.“
Und Joos Damman sagte:
„Ihr wisset, daß keine Zauberei im Spiel ist, und daß es solche fleischigen Auswüchse gibt, die man stechen kann, ohne daß sie bluten. Wenn Hilbert von dieser Hexe Geld genommen hat, denn sie ist ja eine, die bekennt, mit dem Teufel gebuhlt zu haben, so durfte er es mit ausdrücklicher Zustimmung dieser Bäuerin und ward also als Edelmann für seine Zärtlichkeiten bezahlt, wie es die Dirnen alle Tage tun. Gibt es in dieser Welt nicht gleich den Dirnen leichtfertige Burschen, so sich von den Weibern ihre Kraft und Schönheit bezahlen lassen?“
Die Schöffen sagten untereinander: