Darauf sagte der Amtmann zu den anwesenden Rittern und Herren: „Erkennet ihr diesen da als Herrn Joos Damman, den Sohn des Schöffen der Küre zu Gent?“
„Ja,“ sprachen sie.
„Habt Ihr Junker Hilbert, den Sohn des hochwohlgebornen Willem Ryvisch gekannt?“ fragte er.
Einer der Edelleute, der van der Zinkelen hieß, nahm das Wort und sagte:
„Ich bin aus Gent, mein Steen ist an der Place Saint-Michel; ich kenne den Ritter Willem Ryvisch, den Schöffen der Küre zu Gent. Es sind nunmehr fünfzehn Jahre, daß er einen Sohn im Alter von dreiundzwanzig Jahren verlor. Er war ausschweifend, ein Spieler und Müssiggänger; aber männiglich verzieh ihm seiner Jugend halber. Seit jener Zeit hat keiner Kunde von ihm gehabt. Ich begehre Degen, Dolch und Gürteltasche des Toten zu sehen.“
Als er sie vor sich hatte, sagte er:
„Degen und Dolch tragen am Kopfe des Griffes das Wappen der Ryvisch, das drei silberne Fische auf azurnem Felde hat. Ich sehe das nämliche Wappen auf einem güldenen Schilde zwischen den Eisenmaschen der Tasche. Wes ist dieser andere Dolch?“
Es ist derselbe, den man in der Leiche von Hilbert Ryvisch, dem Sohne Willems, stecken fand,“ sprach der Amtmann.
„Ich erkenne das Wappen der Damman daran: den Turm mit den Rachen auf silbernem Feld. So helfe mir Gott und alle seine Heiligen.“
Die andern Edelleute sprachen desgleichen: