„Es lebe der Geuse!“ riefen Lamm und Ulenspiegel.

„Schau, da sind Soldaten, die uns Waffen geben,“ sagte Nele. „Nimm, Lamm, nimm, mein Geliebter. Es lebe der Geuse!“

„Es lebe der Geuse!“ ruft die ganze Schar der Gefangenen.

„Die Büchsen hören nicht auf zu schießen,“ sagte Nele. „So beleuchtet vom Fackelschein, fallen sie wie die Fliegen. Es lebe der Geuse!“

„Es lebe der Geuse!“ ruft die Schar der Retter.

„Es lebe der Geuse!“ rufen Ulenspiegel und die Gefangenen. „Die Spanier sind in einem Feuerkreis. Tod! Tod! Nicht einer soll leben bleiben! Tod! Kein Mitleid! Krieg ohne Erbarmen! Und nun laßt uns unser Bündel schnüren und bis Enckhuysen eilen. Wer hat die Tuch- und Seidenkleider der Henker? Wer hat ihre Waffen?“

„Alle, alle!“ schrieen sie. „Es lebe der Geuse!“

Gesagt, getan. Sie fahren im Boot nach Enckhuysen, wo die befreiten Deutschen bei ihnen bleiben, um die Stadt zu bewachen.

Und Lamm, Nele und Ulenspiegel finden ihre Schiffe wieder. Und da singen sie zum andern Mal auf offnem Meer: „Es lebe der Geuse!“

Und sie kreuzen in der Rhede von Vlissingen.