„Die Sieben,“ sprach Ulenspiegel.

„Ich höre,“ sagte Nele, „neben uns im Laub eine Stimme gleich einem Hauch sprechen:

„Durch Krieg und Feuer,

Durch Piken und Schwerter

Suche;

In Tod und Blut,

In Trümmern und Tränen

Finde.“

„Andere als wir werden das Land Flandern befreien,“ erwiderte Ulenspiegel. „Die Nacht wird schwarz, die Soldaten zünden Fackeln an. Wir sind beim Galgenfeld. O, süße Liebste, warum bist Du mir gefolgt? Hörst Du nichts mehr, Nele?“

„Doch,“ sprach sie, „ein Klirren von Waffen in den Kornfeldern. Und da über diesem Hügel, welcher den Weg, den wir einschlagen, überragt, siehst Du den roten Fackelschein auf dem Erz blinken? Ich sehe feurige Punkte von Büchsenlunten. Schlafen unsere Wächter, oder sind sie blind? Hörst Du den Donnerschlag? Siehst Du die Spanier von Kugeln durchbohrt fallen? Hörst Du: „Es lebe der Geuse!“ Sie stürmen den Pfad hinauf mit vorgestreckter Pike; mit Äxten steigen sie längs des Hügels hinunter. Es lebe der Geuse!“