Sie antworteten:
„Wir haben Flügel, das sind unsere Segel, Schlittschuhe, das sind die Kiele unserer Schiffe, Riesenhände, das sind die Enterhaken. Es lebe der Geuse!“
Die Flotte segelte ab und kreuzte eine Seemeile vor Amsterdam, dergestalt, daß niemand ohne ihren Willen ein- und ausfahren konnte.
Am fünften Tage hörte es auf zu regnen, der Wind wehte schärfer bei hellem Himmel, die Amsterdamer rührten sich nicht.
Plötzlich sah Ulenspiegel Lamm auf Deck steigen. Mit gewaltigen Schlägen seiner Holzkelle trieb er den Truxman, den Dolmetsch des Bootes vor sich her, einen jungen Kerl, der in der vlämischen und französischen Sprache bewandert war, aber seinen Schnabel noch besser zum Essen gebrauchen konnte.
„Taugenichts,“ sagte Lamm, „wähntest Du, meine Fleischgerichte ungestraft vor der Zeit essen zu können? Klettere auf den Mast und sieh zu, ob sich auf den Amsterdamer Schiffen nichts rührt. Damit wirst Du etwas Gutes tun.“
Doch der Dolmetsch antwortete: „Was gibst Du mir?“
„Bildest Du Dir ein, daß Du bezahlt wirst, ohne gearbeitet zu haben? Du Diebsbrut, wenn Du nicht hinaufkletterst, so laß ich Dich peitschen. Und Dein Französisch wird Dich nicht retten.“
„Es ist eine schöne Sprache,“ sagte der Dolmetsch, „eine Liebes- und Kriegersprache.“
Er kletterte hinauf.