Ulenspiegel erwiderte:
„Die Asche brennt auf meinem Herzen. Die Stunde der Rache hat geschlagen.“
„Und die Stunde der Nahrung desgleichen,“ sagte Lamm. „Gib mir zwanzig Burschen mit, tapfere Soldaten und Matrosen; ich werde den Verräter holen.“
„Ich will ihr Anführer sein,“ sprach Ulenspiegel. „Wer Gerechtigkeit liebt, folge mir. Nein, nicht alle, Ihr Lieben und Getreuen. Ich brauche nur zwanzig; wer sollte sonst das Schiff bewachen? Laßt die Würfel entscheiden. Nun sind es zwanzig, kommt. Die Würfel entscheiden gut. Legt Eure Schlittschuhe an, und fahrt in der Richtung der Venus, die über dem Hof des Verräters glänzt. Kommt, Ihr Zwanzig, mit der Axt auf der Schulter, lauft und gleitet. Das helle Licht wird Euer Leitstern sein. Der Wind pfeift und treibt den Schnee in weißen Wirbeln auf dem Eis vor sich her. Kommt, tapfere Männer! Ihr singt nicht, Ihr sprecht nicht; Ihr lauft schweigend geradeaus, dem Stern zu; das Eis knirscht unter Euren Schlittschuhen.
„Wer fällt, steht sogleich wieder auf. Wir kommen ans Ufer: nicht eine Gestalt auf dem weißen Schnee, kein Vogel in der eisigen Luft. Bindet die Schlittschuhe los.
„Jetzt sind wir auf dem Lande, hier sind die Wiesen. Legt die Schlittschuhe wieder an. Wir sind im Umkreis des Hofes und halten den Atem an.“
Ulenspiegel klopft an die Tür, Hunde bellen. Er pocht nochmals; ein Fenster geht auf, und der Baas steckt den Kopf hinaus und fragt:
„Wer bist Du?“
Er sieht nur Ulenspiegel; die andern sind hinter der Keet, dem Waschhaus, versteckt.
Ulenspiegel antwortet: