„Legt mich in mein Bett, auf daß ich warm werde.“

Und sie starb.

Und also säete Philipp allerorten Tod, Blut und Tränen, gemäß der Weissagung Kathelines, der guten Zauberin.


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Doch Ulenspiegel und Nele liebten sich heiß. Es war am Ende des Aprilmonds, und alle blühenden Bäume, alle saftstrotzenden Pflanzen harrten des Mai, der von einem Pfauen begleitet, blütenreich wie ein Blumenstrauß, auf die Erde kommt und die Nachtigallen in den Büschen singen heißt.

Oftmals streiften Ulenspiegel und Nele selbander auf den Wegen umher, Nele hing an Ulenspiegels Arm und umschlang ihn mit beiden Händen. Er fand an diesem Spiele Gefallen und legte oftmals seinen Arm um ihre Hüften, um sie besser zu halten, wie er sagte. Sie war glücklich, aber sie sprach nicht.

Der Wind wälzte den Duft der Wiesen warm und feucht auf die Wege. In der Ferne rauschte das Meer träg im Sonnenschein. Ulenspiegel war hoffärtig wie ein junger Teufel, doch Nele gleich einer kleinen Heiligen aus dem Paradiese gar verschämt ob ihrer Freude.

Sie lehnte den Kopf an Ulenspiegels Schulter; er faßte ihre Hände, und im Gehen küßte er sie auf die Stirn, die Wangen und ihren lieblichen Mund. Doch sie schwieg.