„Habet Ihr nicht von einem gewissen Pierkin Jakobsen reden hören, dem Narren der Stadt Herzogenbusch, gar berühmt für seine Schwänke?“

„Freilich“, sagten sie.

„Wohlan,“ sprach der Markgraf, „entbieten wir ihn hierher, auf daß er etwelchen geschickten Streich verübe, sintemalen unser Narr Blei in den Schuhen hat.“

„Entbieten wir ihn hierher“, meinten sie.

Da der Bote von Antwerpen nach Herzogenbusch kam, ward ihm gesagt, daß der Narr Pierkin am zuvielen Lachen verendet wäre, daß aber ein andrer durchreisender Narr in der Stadt wäre, namens Ulenspiegel. Der Bote suchte ihn in einer Schenke auf, wo er ein Gericht von Muscheln aß und einem Mägdlein von den Schalen einen Panzer machte.

Ulenspiegel war entzückt, da er erfuhr, daß um seinetwillen der Gemeindekurier von Antwerpen auf einem so schönen Ambachter Rosse geritten sei und noch ein anderes am Zügel führte.

Ohne abzusteigen, fragte ihn der Kurier, ob er einen neuen Schelmenstreich zu erfinden wisse, um König Philipp zum Lachen zu bringen.

„Ich habe einen Anschlag unter meinen Haaren“, erwiderte Ulenspiegel.

Sie ritten von dannen. Die beiden Pferde liefen mit verhängtem Zügel und trugen Ulenspiegel und den Kurier nach Antwerpen.

Ulenspiegel trat vor den Markgrafen, die beiden Bürgermeister und die von der Gemeine.