Doch die Mutter umhalste ihn schon, dieweil das Mägdlein mit Gewalt Lamms Hände öffnen wollte, sein Geld zu bekommen. Er aber schrie:
„Es ist mein, Du sollst es nicht haben!“
Und er hielt die Fäuste fest zu.
Klas aber schüttelte das Mägdlein derb bei den Ohren und sprach zu ihr:
„Wenn es noch einmal geschieht, daß Du Händel mit Deinem Bruder suchst, welcher gut und sanft ist wie ein Lamm, so werde ich Dich in ein schwarzes Kohlenloch stecken, und da werde nicht ich Dich bei den Ohren zupfen, sondern der rote Teufel aus der Höllen, der wird Dich mit seinen großen Klauen und seinen Zähnen wie Heugabeln in Stücke reißen“.
Bei dieser Rede wagte das Mägdlein Klas nicht mehr anzublicken noch Lamm zu nahen, und suchte Schutz hinter dem Rücken der Mutter. Als sie aber in die Stadt kamen, schrie sie allerorten:
„Der Kohlenträger hat mich geschlagen; er hat den Teufel in seinem Keller“.
Fortan schlug sie Lamm nicht mehr; doch als sie groß war, ließ sie ihn ihre Arbeit verrichten und der gute Tropf tat es gern.
Klas hatte seinen Fang unterwegs an einen Pächter verkauft, der ihn ihm abzunehmen pflegte. Als er heimkehrte, sprach er zu Soetkin:
„Dieses fand ich im Bauche von vier Hechten, neun Karpfen und einen Korb voll Aale“. Und er warf zwei Gulden und einen Heller auf den Tisch.