Die Wärterin nickte. Der Lehrling machte Gebrauch von seinem Zahnstocher, während sich Mrs. Corney stumm an das Bett setzte, und schlich nach einigen Minuten auf den Zehen hinaus. Gleich darauf erschien auch die Wärterin wieder, die Mrs. Corney gerufen hatte, winkte der anderen, und beide setzten sich an den Kamin und fingen leise miteinander zu sprechen an.

«Hat sie noch mehr gesagt, Anny, wie ich fort war?»

«Kein Sterbenswörtchen.»

«Hat sie den gewärmten Wein getrunken, den ihr der Doktor verordnete?»

«Sie konnte keinen Tropfen hinunterbringen; ich trank ihn daher selbst aus, und er hat mir sehr gut geschmeckt.»

«Ich weiß die Zeit noch sehr wohl, da sie's ebenso gemacht und hinterher weidlich darüber gelacht hat.»

«Freilich; sie war 'ne lustige alte Seele, hat manch liebe Leiche angekleidet und so hübsch ausstaffiert wie 'ne Wachspuppe. Ich hab' ihr mehr als hundertmal dabei geholfen.»

Mrs. Corney hatte ungeduldig auf das Erwachen der Schlummernden gewartet, stand auf, trat zu den beiden alten Megären und fragte ärgerlich, wie lange sie denn eigentlich warten sollte.

«Nicht lange mehr, Mistreß. Wir brauchen nicht lange auf den Tod zu warten. Geduld, Geduld! er wird uns allen bald genug kommen.»

«Halten Sie den Mund und sagen Sie mir, Martha, hat die Patientin früher auch schon so gelegen?»