«Sie irren, Mr. Giles.»

«Sie lügen, Brittles.»

Das Zwiegespräch war eine Folge davon, daß Mr. Giles Verdruß empfand, und sein Verdruß war aus seinem Unwillen darüber entsprungen, daß die Verantwortlichkeit wegen der Rückkehr nach Hause in der Form eines Kompliments auf ihn zurückgewälzt worden war. Der dritte Mann beendete den Streit sehr philosophisch. «Lassen Sie mich Ihnen sagen, wie es ist», fiel er ein; «wir fürchten uns alle.»

«Sie reden nach Ihrer eigenen Erfahrung», versetzte Mr. Giles, der der blässeste von den dreien war.

«Allerdings», sagte der Angeredete. «'s ist unter solchen Umständen ganz natürlich und schicklich, daß man sich fürchtet.»

«Nun, ich fürchte mich auch», sagte Brittles; «aber warum ist es notwendig, es einem so geradezu in das Gesicht zu sagen?»

Diese offenen Geständnisse besänftigten Mr. Giles, der sofort einräumte, auch seinerseits einige Furcht zu empfinden, worauf alle drei in der vollkommensten Einmütigkeit zurückzueilen anfingen. Nicht lange nachher trug jedoch Mr. Giles, der den kürzesten Atem hatte und eine große Heugabel trug, auf ein kurzes Verweilen an, um sich wegen seiner Ausfälle zu entschuldigen.

«Man glaubt es aber gar nicht,» schloß er, «wozu man fähig ist, wenn einem das Blut warm geworden. Wahrhaftig, ich würde einen Mord begangen haben – ich weiß es – hätten wir einen der Bösewichter gefangen.»

Die anderen beiden hatten ähnliche Überzeugungen und konnten nur nicht begreifen, wie es zugegangen, daß in ihrer Stimmung eine so plötzliche Änderung eingetreten war.

«Ich weiß es», sagte Giles; «es kam von der Umzäunung her. Ja, die Umzäunung des Feldes, auf welchem wir die Halunken fast ertappt hätten, unterbrach alle Mordgedanken und hemmte die innere Wut. Ich fühlte sie bei mir im Hinübersteigen vergehen.»