«Schönen Dank, Sir», sagte Mr. Giles. «Misses befahlen mir, ein wenig Ale auszuteilen, und da es mir in meinem eignen kleinen Zimmer zu eng war, und da mich nach Gesellschaft verlangte, so trinke ich meinen Anteil hier.»

Brittles und die übrigen drückten durch ein leises Gemurmel ihr Vergnügen über Mr. Giles' Herablassung aus, und Mr. Giles blickte mit einer Gönnermiene umher, welche deutlich sagte, daß er, solange sie ein schickliches Benehmen beobachteten, ihre Gesellschaft sicher nicht verlassen würde.

«Wie befindet sich der Patient heute abend, Sir?» fragte Giles.

«Nicht eben gar zu gut», erwiderte der Doktor. «Ich fürchte, Giles, daß Sie sich selbst in eine arge Klemme gebracht haben.»

«Ich will doch hoffen, Sir, Sie wollen nicht sagen, daß er sterben werde», sagte Giles zitternd. «Ich könnte nie wieder ruhig werden, wenn es geschähe. Sir, ich möchte um alles Silberzeug im Lande keinem Knaben das Leben nehmen, nicht einmal Brittles.»

«Das ist nicht der Kernpunkt der Sache», fuhr der Doktor geheimnisvoll fort. «Fürchten Sie Gott, und haben Sie ein Gewissen, Giles?»

«Ja, Sir, ich sollte meinen», stotterte der sehr blaß gewordene Haushofmeister.

«Und wie steht es mit Ihnen, junger Mensch – haben Sie auch ein Gewissen, Brittles?»

«Barmherziger Himmel, Sir – wenn Mr. Giles ein Gewissen hat, hab' ich auch eins.»

«Dann sagt mir beide – alle beide: wollt ihr es auf euer Gewissen nehmen, zu beschwören, daß der verwundete, oben liegende Knabe derselbe ist, der gestern nacht durch das kleine Fenster gesteckt wurde? Heraus mit der Sprache! Sagt an, sagt an!»