«Vollkommen, Sir.»

«Auch wünsche ich, daß du ihnen nichts davon sagst; es möchte meine Mutter beunruhigen, so daß sie sich bewogen fände, mir öfter zu schreiben, was immer eine große Belästigung für sie ist. Also muß es ein Geheimnis unter uns bleiben, und schreib mir ja alles; ich verlasse mich auf dich.»

Oliver fühlte sich hochgeehrt, versprach, was von ihm verlangt wurde, und Maylie sagte ihm unter vielen Versicherungen seiner Zuneigung Lebewohl.

Der Doktor war bereits eingestiegen, die Dienerschaft wartete am Wagen, Harry warf einen flüchtigen Blick nach Roses Fenster hinauf und stieg gleichfalls ein.

«Fort, Postillon!» rief er, «und fahre, so schnell du kannst; ich werde heute nur zufrieden sein, wenn es wie im Fluge geht.»

«Was fällt Ihnen ein?» rief der Doktor; «Postillon, ich werde nur zufrieden sein, wenn es ganz und gar nicht im Fluge geht.»

Die Dienerschaft sah dem Wagen nach, solange er sichtbar war, Rose aber, die hinter den Vorhängen gelauscht hatte, als Harry hinaufblickte, schaute noch immer in die Ferne hinaus, als sich die Dienerschaft schon längst wieder hineinbegeben hatte.

«Er scheint ganz heiter und zufrieden zu sein», sagte sie endlich. «Ich fürchtete, daß das Gegenteil der Fall sein könnte, und freue mich meines Irrtums.»

Tränen sind Zeichen sowohl der Freude wie des Schmerzes; die aber, welche über Roses Wangen hinabträufelten, während sie sinnend und fortwährend in derselben Richtung hinausschauend am Fenster saß, schienen mehr Kummer als Lust zu bedeuten.

37. Kapitel.