«Ein böser Bube – ich will meinen Kopf aufessen, wenn er es nicht ist», brummte Grimwig in sich hinein wie ein Bauchredner und ohne einen Gesichtsmuskel in Bewegung zu setzen.
«Der Knabe besitzt einen reinen Sinn und ein warmes Herz», sagte Rose, vor Unmut errötend; «und die Allmacht, der es gefallen, ihm Prüfungen, die über seine Jahre hinausgingen, aufzuerlegen, hat in seiner Brust Gefühle und Gesinnungen keimen lassen, welche unzähligen Ehre machen würden, die seine Jahre sechsfach zählen.»
«Ich bin erst einundsechzig,» bemerkte Grimwig mit derselben starren Unbeweglichkeit, «und da es mit dem Teufel zugehen müßte, wenn dieser Oliver nicht wenigstens zwölf Jahr alt ist, so sehe ich das Zutreffende der Bemerkung nicht ein.»
«Achten Sie nicht auf meinen Freund, Miß Maylie», sagte Brownlow; «er meint es doch nicht so.»
«Das tut er allerdings», brummte Grimwig vor sich hin.
«Nein, er tut es nicht», beharrte Brownlow, der offenbar immer erzürnter wurde.
«Er will seinen Kopf aufessen, wenn er es nicht tut», beteuerte Grimwig.
«Er verdiente, ihn zu verlieren, wenn er es täte», entgegnete Brownlow.
«Und er möchte denjenigen sehen, der es zu versuchen wagte, ihm den Kopf zu nehmen», erwiderte Grimwig, seinen Stock mit Heftigkeit gegen den Fußboden stoßend.
Nachdem die alten Herren soweit gediehen waren, nahmen beide eine Prise Schnupftabak und drückten darauf, gemäß ihrer unabänderlichen Gewohnheit, einander die Hände.