«Bleibt ruhig stehen», flüsterte Fagin und gab Barney ein Zeichen, der sogleich hinausging, nach ein paar Augenblicken in dem anstoßenden Zimmer erschien, das Licht, unter dem Vorwande, es zu schneuzen, vor das Frauenzimmer – Nancy – hinstellte, sie anredete und dadurch veranlaßte, den Kopf emporzuheben.

«Jetzt seh' ich sie», flüsterte Noah.

«Deutlich?»

«Würde sie unter Tausenden wiedererkennen.»

Nancy stand auf und schickte sich zum Fortgehen an. Er stieg eilig von dem Stuhle herunter und trat sacht mit Fagin hinter einen Vorhang; gleich darauf ging Nancy durch das Zimmer und aus dem Hause hinaus.

«Pst!» rief Barney, der ihr die Haustür geöffnet, «jetzt.»

Noah wechselte einen Blick mit Fagin und schlüpfte hinaus.

«Links», flüsterte Barney; «haltet Euch linker Hand und auf der anderen Seite.»

Noah sah Nancy beim Laternenscheine schon in einiger Entfernung. Er eilte ihr nach, folgte ihr so nahe, wie es ihm rätlich erschien, und hielt sich auf der anderen Seite, um sie desto besser beobachten zu können. Sie sah sich ängstlich ein paarmal um und stand einmal still, um einige ihr dicht nachfolgende Männer vorüberzulassen. Sie schien im Weitergehen Mut zu gewinnen und einen sicheren und festeren Schritt anzunehmen. Der Kundschafter hielt sich in gemessener Entfernung hinter ihr und ließ sie nicht aus den Augen.

46. Kapitel.