«Wollt Ihr wohl meinen Hut liegen lassen!» rief Sikes emporschreckend.
«Sir,» fuhr der Hausierer, den Arbeitern zublinzelnd, fort, «ich werde den Fleck 'runter haben, eh' Sie zu mir herkommen können. Gentlemen, Sie bemerken den dunkeln Fleck auf dem Hute des Gentleman, nicht größer als ein Schilling, aber dicker als eine halbe Krone. Gleichviel, ob's ein Fettfleck ist, oder ein Wein-, ein Farbe-, ein Wasser- oder ein Blutfleck –»
Er kam nicht weiter, denn Sikes stieß mit einer schrecklichen Verwünschung den Tisch um, entriß ihm den Hut, schritt wütend aus dem Hause hinaus und wandte sich in derselben Verwirrung und Unentschlossenheit, die ihn, ihm selber zum Trotze, den ganzen Tag nicht hatte verlassen wollen, wieder nach der Stadt zurück. Vor dem Posthause stand eine Londoner Diligence, und sorgfältig den Schein ihrer Laternen meidend, näherte er sich ahnungsvoll, um zu horchen.
Er hatte eine Zeitlang dagestanden, als ein Wildwärter zu dem Kondukteur trat, der am Fenster des Bureaus auf seine Abfertigung wartete, und ihn fragte, ob es nichts Neues gäbe.
«Das Korn ist ein bissel gestiegen», lautete die Antwort. «Auch hörte ich von 'ner Mordtat, begangen in der Gegend von Spitalsfield – doch wer weiß? Es wird entsetzlich gelogen.»
«Es ist vollkommen wahr», nahm ein Reisender das Wort. «Es ist eine höchst schauderhafte Mordtat gewesen.»
«Ist sie denn an einem Manne oder an einer Frau begangen, Sir?»
«An einem Mädchen, und man sagte –»
Hier wurde der Kutscher ungeduldig und rief dem Kondukteur zu, daß er sich beeilen möchte.
«Komme schon,» rief der Kondukteur heraustretend zurück, «wie auch die reiche junge Dame schon kommt, die sich in mich verlieben wird, ich weiß nur nicht, wann.»