«Nein, nein, nein!» stöhnte der durch so gehäufte Beschuldigungen überwältigte Feigling.
«Jedes Wort,» rief Brownlow aus, «jedes Wort, das zwischen dir und dem über alles schändlichen Bösewicht gewechselt worden, ist mir bekannt. Schatten an der Wand haben dein Geflüster vernommen und meinem Ohr zugeführt; der Anblick des unschuldigen, verfolgten Kindes hat selbst das Laster ergriffen und ihm den Mut und fast die Wesenheit der Tugend verliehen. Ein Mord ist begangen, an welchem du mindestens moralisch teilgenommen hast!»
«Nein, nein», unterbrach Monks. «Ich – ich weiß nichts davon. Ich ging eben, um zu erfahren, was Wahres an der Sache wäre, als Sie mich mit sich fortführten. Die Veranlassung der Tat war mir unbekannt – ich glaubte, sie wäre nur durch einen gewöhnlichen Streit gegeben worden.»
«Sie war keine andere als die teilweise Enthüllung Ihrer Geheimnisse», sagte Brownlow. «Wollen Sie dieselben jetzt ganz offenbaren?»
«Ja, ich will's!»
«Alles vor Zeugen wiederholen und eine wahrhafte Aufzeichnung durch Ihre Namensunterschrift beglaubigen?»
«Auch das verspreche ich.»
«Ruhig in meiner Wohnung verweilen, bis es geschehen ist, und sich mit mir an den Ort begeben, den ich für den geeignetsten halte, dem Dokumente die vollkommenste Gültigkeit zu verschaffen?»
«Wenn Sie darauf bestehen, will ich auch das tun.»
«Sie müssen noch mehr tun, dem guten, unschuldigen Kinde Ersatz leisten. Sie haben die Verfügungen Ihres väterlichen Testaments nicht vergessen. Bringen Sie dieselben, soweit sie Ihren Bruder betreffen, zur Ausführung und gehen Sie dann, wohin es Ihnen beliebt. Sie dürfen einander in dieser Welt nicht mehr begegnen.»