«Ich stand vor einem Bücherladen», begann Brownlow, allein Fang unterbrach ihn.
«Schweigen Sie, Sir. Wo ist der Polizist? Vereidigen Sie den Polizisten. Polizist – reden Sie!»
Der Polizist berichtete mit gebührender Unterwürfigkeit, wie er den Knaben gefunden, und wie er ihm die Taschen durchsucht und nichts gefunden habe; – mehr wisse er nicht.
«Sind Zeugen vorhanden?» fragte Fang.
«Nein, Ihr Edeln.»
Fang saß ein paar Minuten schweigend da, wendete sich darauf zu Brownlow und sagte in großer Hitze: «Denken Sie Ihre Anklage gegen den Knaben anzubringen oder nicht? Sie haben geschworen. Verweigern Sie Ihr Zeugnis, so werd' ich Sie wegen Nichtachtung der Richterbank in Strafe nehmen; das werd' ich, beim –»
Es ist und bleibt unbekannt, bei wem; denn der Schreiber hustete im rechten Augenblick und ließ ein Buch zur Erde fallen – natürlich nur zufällig.
Brownlow konnte endlich vorbringen, was er zu sagen hatte, und fügte hinzu, daß er die Hoffnung hege, der Richter werde die Gesetze so mild wie möglich anwenden, wenn er es als erwiesen annehmen sollte, daß der Knabe, wenn er nicht selbst ein Dieb sei, doch mit Dieben in Verbindung stehe.
«Er ist bereits hart beschädigt,» schloß er, «und ich fürchte, daß ihm sehr unwohl ist.»
«Unwohl – so, so!» sagte Fang mit einem höhnischen Lächeln. «Du spielst mir hier keine Komödie, du kleiner Landstreicher, das sag' ich dir; kommst mir damit nicht durch. Wie heißest du?»