Sie drehte bei diesen Worten seinen Stuhl herum; Oliver aber sah im Geiste das Bild so deutlich, als ob es ihm noch immer vor Augen hinge. Er wollte indes die gute alte Frau nicht ängstigen und lächelte ihr freundlich zu, als sie ihm seine Brühe mit Weißbrot brachte. Er hatte kaum einen Löffel voll genossen, als Mr. Brownlow eintrat.

Oliver sah noch sehr blaß und abgezehrt aus; er machte einen vergeblichen Versuch, aufzustehen, um seinem Wohltäter zu danken, dem die Tränen in die Augen traten.

«Armes Kind, armes Kind», sagte er. «Wie befindest du dich heute, mein Lieber?»

«Vortrefflich, Sir», erwiderte Oliver; «und ich bin Ihnen sehr dankbar für alle Ihre Güte.»

«Gutes Kind,» sagte sein Wohltäter, erkundigte sich darauf, was ihm Frau Bedwin zur Stärkung gegeben, und bemerkte: «Brühe – pfui! Ein paar Gläser Portwein würden ihm besser geschmeckt haben – nicht wahr, Tom?»

«Ich heiße Oliver, Sir!» entgegnete der kleine Patient sehr verwundert.

«Oliver! – Wie? – Oliver White?»

«Nein, Sir, Twist – Oliver Twist!»

«Kurioser Name; – warum sagtest du denn dem Richter, daß du White hießest?»

«Das hab' ich ihm ganz und gar nicht gesagt», erwiderte Oliver äußerst verwundert.