«Ja, Sir», erwiderte Bumble stolz.

«Wissen Sie, wo sich das arme Kind gegenwärtig befindet?» fragte Brownlow ziemlich ungeduldig.

«Nein, Sir.»

«Was wissen Sie denn aber von ihm? Reden Sie, wenn Sie etwas zu sagen haben. Was wissen Sie von ihm?»

«Sie werden wohl eben nicht viel Gutes von ihm wissen!» fiel Grimwig kaustisch ein, nachdem er Bumbles Mienen sorgfältig geprüft hatte.

Bumble erkannte sogleich mit großem Scharfsinn den Wunsch des Herrn, Ungünstiges über Oliver zu vernehmen, und antwortete durch ein feierlich-bedenkliches Kopfschütteln.

«Sehen Sie wohl?» sagte Grimwig zu Brownlow mit einem triumphierenden Blicke.

Brownlow sah Bumble besorgt an, und forderte ihn auf, was er von Oliver wüßte, in möglichst kurzen Worten mitzuteilen. Bumble räusperte sich und begann. Er sprach mit umständlicher Weitschweifigkeit; der kurze Sinn von allem, was er vorbrachte, war, Oliver sei ein armer Kirchspielknabe von armen und lasterhaften Eltern, habe von seiner Geburt an nur Falschheit, Bosheit und Undankbarkeit gezeigt und seiner Gottlosigkeit dadurch die Krone aufgesetzt, daß er einen mörderischen und feigherzigen Angriff auf einen harmlosen Knaben gemacht habe und darauf seinem Lehrherrn entlaufen sei.

«Ich fürchte, daß Ihre Angaben nur zu wahr sind», sagte Brownlow traurig; «hier sind die fünf Guineen. Ich würde Ihnen gern dreimal so viel gegeben haben, wenn Sie mir etwas Vorteilhafteres über den Knaben hätten sagen können.»

Hätte Brownlow das früher gesagt, so würde Bumble seinem Bericht wahrscheinlich eine ganz andere Färbung gegeben haben. Es war jedoch zu spät, er schüttelte daher mit bedeutsamer Miene den Kopf, steckte die fünf Guineen ein und ging.