«Ja,» sagte Jack, «und ich rechn' es mir zur Ehre. Ich bin ä Dieb; Charley ist's, Fagin ist's, Sikes ist's; Nancy und Betsy sind gleichfalls Diebinnen. Wir sind samt und sonders Diebe, bis herunter zu Sikes Hund, und der geht noch über uns alle.»

«Und ist kein Angeber», bemerkte Charley Bates.

«Er würde in der Zeugenloge nicht mal bellen, um sich nicht zu verraten oder verdächtig zu machen», fuhr Jack fort. «Doch das hat nichts zu schaffen mit unserm Musjö Grün.»

«Warum begibst du dich nicht unter Fagins Oberbefehl, Oliver?» fiel Charley ein.

«Könntest doch dein Glück so schön machen», setzte Jack hinzu, «und von deinem Gelde leben wie ein Gentleman, wie ich's zu tun denke im nächstkommenden fünften Schaltjahr und am zweiundvierzigsten Dienstag in der Fastenwoche.»

«Es gefällt mir nicht», sagte Oliver furchtsam. «Ich wollte, daß Fagin mich fortgehen ließe.»

«Das wird Fagin bleiben lassen», bemerkte Charley.

Oliver wußte dies nur zu gut, und in der Meinung, es möchte gefährlich sein, seine Gedanken noch offener auszusprechen, fuhr er seufzend in seinem Geschäfte fort.

«Schäme dich!» hub der Baldowerer wieder an. «Hast du denn gar kein Ehrgefühl? Ich möchte um nichts in der Welt meinen Freunden zur Last fallen, am wenigsten, ohne 'nen Finger zu rühren, um ihnen zum wenigsten meine Erkenntlichkeit zu beweisen.»

«Es ist wahrhaftig zu gemein und niedrig», sagte Charley Bates, einige seidene Taschentücher hervorziehend und in eine Kommode legend.