Jacques Nummer Eins unterbrach ihn und fragte, ob er den Mann schon früher einmal gesehen hätte?
„Nie“ gab der Straßenarbeiter zur Antwort, indem er sich wieder aufrichtete.
Jacques Nummer Drei fragte, wie er ihn dann später erkannt habe?
„An seiner langen Gestalt“ sagte der Straßenarbeiter halblaut und legte den Finger an die Nase. „Als Monsieur le Marquis am Abend fragte: „Wie sah er aus?“ gab ich zur Antwort: Lang wie ein Gespenst.“
„Ihr hättet sagen sollen: Klein wie ein Zwerg“ belehrte ihn Jacques Nummer Zwei.
„Ja was wußte ich! Die That war damals noch nicht gethan und er hat mir auch nichts anvertraut. Merkt wohl! Unter diesen Umständen biete ich mein Zeugniß nicht an. Monsieur le Marquis zeigte auf mich mit dem Finger, wie ich bei unserm kleinen Brunnen stand und sagte: „Bringt den Kerl dort her!“ Bei meinem Wort, Ihr Herren, ich biete mich nicht an.“
„Er hat recht darin, Jacques“ sagte Defarge zu dem, welcher ihn im Sprechen unterbrochen hatte. „Fahrt fort.“
„Gut!“ sagte der Straßenarbeiter mit geheimnißvoller Miene. „Der lange Mann ist verschwunden und wird gesucht — wie viele Monate? Neun, zehn, eilf?“
„Die Zahl ist gleichgiltig“ sagte Defarge. „Er war gut versteckt; aber das Unglück wollte zuletzt, daß er gefunden ward. Weiter.“
„Ich arbeite wieder an derselben Stelle an der Straße und die Sonne geht abermals zur Rüste. Ich nehme mein Arbeitszeug zusammen, um hinunter in mein Dorf zu gehen, wo es schon dunkel ist, als ich aufblicke und über die Höhe sechs Soldaten kommen sehe. In ihrer Mitte geht ein langer Mann mit gebundenen Armen — an die Seite gebunden — so!“