„Es ist ganz einerlei“ sagte der Spion leichthin, aber doch geschlagen; „guten Tag!“
„Guten Tag!“ antwortete Defarge trocken.
„Ich sagte eben zu Madame, mit der ich das Vergnügen hatte mich zu unterhalten, als Sie eintraten, daß ich gehört, das unglückliche Schicksal des armen Gaspard habe in Saint Antoine viele Theilnahme und große Aufregung hervorgerufen, und ein Wunder ist es nicht.“
„Ich habe nichts davon gehört“ sagte Defarge kopfschüttelnd; „ich weiß gar nichts.“
Nachdem er dies gesagt, trat er hinter den kleinen Ladentisch und blieb dort stehen, die Hand auf die Lehne des Stuhles seiner Frau gelegt. Ueber diese Schranke sah er den Mann an, dessen Gegner sie Beide waren und den Jedes von den Beiden mit dem größten Genuß hätte niederschießen können.
Der Spion, wohl geübt in seinem Gewerbe, veränderte nicht seine unbefangene Haltung, sondern trank sein Gläschen Cognac aus, nahm einen Schluck frisches Wasser und bat um ein andres Glas Cognac. Madame Defarge schenkte es ihm ein, nahm ihr Strickzeug wieder zur Hand und summte ein Liedchen vor sich hin.
„Sie scheinen in diesem Quartier gut bekannt zu sein, ich meine, besser als ich?“ bemerkte Defarge.
„Durchaus nicht; aber ich hoffe hier besser bekannt zu werden. Ich fühle so viel Theilnahme für die unglücklichen Bewohner.“
„Ha!“ brummte Defarge vor sich hin.