„Gut.“

„Alexander Manette, Arzt.“

Ein großer Lärm entstand im Saale und in demselben sah man Dr. Manette blaß und zitternd von seinem Platz aufspringen.

„Präsident, ich protestire mit Entrüstung gegen diese Angabe als eine Fälschung und einen Betrug. Ihr wißt, daß der Angeklagte der Gatte meiner Tochter ist. Meine Tochter und die zu ihr gehören sind mir lieber als das Leben. Wo und wer ist der falsche Verschwörer, welcher sagt, daß ich den Gatten meines Kindes anklage?“

„Seid ruhig, Bürger Manette. Der Autorität des Gerichts den Gehorsam verweigern, würde Euch selbst außerhalb des Gesetzes stellen. Was Ihr da sagt vom theurer sein als Euer Leben, so kann einem guten Bürger Nichts so theuer sein wie die Republik!“

Lauter Beifall begrüßte diese Zurechtweisung. Der Präsident klingelte und begann mit Wärme von Neuem.

„Wenn die Republik von Euch das Opfer Eures eigenen Kindes verlangte, so hättet Ihr keine andere Pflicht, als es zu opfern. Hört auf das, was der Ankläger zu sagen hat. Bis dahin schweigt.“

Wüthender Beifall ertönte ringsum. Dr. Manette nahm seinen Platz ein während er sich mit zitternden Lippen umschauete; seine Tochter drängte sich dichter an ihn heran. Der gierige Mann unter den Geschworenen rieb sich die Hände und brachte dann von Neuem die Finger an den Mund.

So wie die Ruhe soweit hergestellt worden war um eine Fortsetzung des Verfahrens möglich zu machen, ward Defarge aufgerufen, der in kurzen Worten auseinander setzte, daß er als bloßer Knabe noch im Dienste des Doctors gestanden, als dieser verhaftet worden, und dann über seine Befreiung und über den Zustand in welchem ihm der Doctor nach seiner Freilassung übergeben worden, berichtete. Darauf folgte noch ein kurzes Verhör, denn das Gericht verrichtete seine Arbeit schnell.

„Ihr habt gute Dienste bei der Einnahme der Bastille geleistet, Bürger?“