Bübü nahm sie bei der Hand:

„Bist du müde, mein Kleines?“

Pierre hatte einen Orangenlikör dastehen, und als Bübü davon in ein Glas eingießen wollte, besann er sich:

„Ich muß das Glas ausspülen. Man muß bei Madame vorsichtig sein. Madame ist krank, Madame hat einen wunden Mund . . .“

Berthe zog sich an; ihre Kleider glitten über sie wie nächtige Stille, in der ein Gespenst auftaucht und verschwindet.

Sie zog die an der Ferse durchlöcherten Strümpfe an, die Strumpfbänder, und es war ihr, als bekleidete sie ihren Körper zugleich mit etwas unendlich Traurigem. Sie nahm dann den Unterrock und sagte:

„Habe ich gewußt, daß du wieder frei bist?“

Bübü antwortete:

„Es ist gut, Madame. Wenn man sich für seinen Mann interessiert, wie Sie es getan haben, ist es erstaunlich, daß man das nicht weiß. Ach, Sie haben nicht gewußt, daß ich wieder frei bin! Es gibt so etwas, das Straferlaß heißt, und das haben Sie nicht erwartet.“