Sie war recht kärglich gekleidet für die Winterkälte, und nachdem sie ihr weißes Trikot angelegt hatte, blieben nur mehr Rock und Leibchen.
Sie kämmte sich. Sie ließ ihr schwarzes Haar auf die Schulter fallen und kämmte es langsam, denn sie hatte Zeit genug, zu sehen, was kommen sollte.
Bübü sagte:
„Aha, noch die Haare. Beeilen Sie sich, meine Schöne, wir sind bei Monsieur Pierre und wollen seine Geduld nicht mißbrauchen.“
Der erste Gedanke, den sie hatte, war an den Tod. Er nahm sie so wie einen Gegenstand seines Lebens, den man holt, wo man ihn verpfändet hat. Sie fühlte, daß sie ein Ding war, die ungestalte, kranke arme Berthe, die brauchte, auf immer einzuschlafen, um es zu vergessen . . . Und wenn ich ihm nicht folgen wollte, er würde mich töten . . . Sie wollte vor dem Tode lieber ein bißchen überlegen und ihn nur dem eigenen Wunsche verdanken. Sie zog setzt ihr Leibchen und ihren Rock an.
Der lange Jules sagte:
„Sie sehen, mein Herr, daß wir uns wie Freunde benommen haben. Wir wissen, wer Sie sind und daß Madame Ihnen nur gesagt hat, was sie wollte. Sie erlauben, daß ich mir eine Zigarette drehe, bevor ich heruntergeh, und daß ich Ihnen die Hand drücke.“
Bübü sagte:
„Ich bedaure, mein Herr, die Störung, die ich Ihnen verursacht habe. Sie haben Madame sehr gütig aufgenommen. Erlauben Sie mir, daß ich Sie bald besuche, um Sie auf ein Gläschen zu bitten. Ich drücke Ihnen die Hand, aber glauben Sie mir, es war nur eine peinliche Pflicht, die ich erfüllt habe.“
Sie gingen. Auf dem Gang fragte Bübü: