„Zu kaufen für zwei Sous!“ Pierre Hardy erwarb das Lied. Er las es ohne viel Aufmerksamkeit, als eine kleine Frau neben ihm, die mitgelesen hatte, sagte: „Das ist nicht richtig, das Lied“. Er sah sie an und bemerkte, daß das junge Weib schwarzes gescheiteltes Haar und ein hübsches Gesicht hatte.

Er war davon gerührt: „Und wie ist es richtig?“

Sie antwortete: „Richtig lautet das Lied:

Erinnerst du dich noch, Lison,

Ein Sonntag war es . . .“

Ihm war’s völlig gleichgültig, aber eine junge Frau mit gescheiteltem Haar macht uns vieles interessant. Da hörte Pierre nicht mehr die Sänger. Er sagte zu ihr: „Sie müssen schön singen, Fräulein.“

Sie antwortete: „Nicht jetzt, denn ich bin heiser.“

Es wurde zehn Uhr und die unglückselige Stimme der roten Geige schrie noch, bis ihr zu schreien verwehrt wurde. Sie verließen die Schar der Neugierigen, und da die junge Frau nicht schüchtern schien, bot er ihr ein Glas Bier an. Er hatte große Angst, daß sie nicht annehmen würde.

So begegnete Pierre am Abend des fünfzehnten Juli Berthe. Er lächelte über ihre Hübschheit und ihr gescheiteltes Haar.