Was ich den Frommen hier gethan,
Dem Kleinsten auch von diesen,
Das sieht Er, mein Erlöser, an,
Als hätt ichs ihm erwiesen.
Und ich, ich sollt ein Mensch noch seyn,
Und Gott in Brüdern nicht erfreun?

Ein unbarmherziges Gericht
Wird über den ergehen,
Der nicht barmherzig ist, der nicht
Die rettet, die ihn flehen.
Drum gieb mir, Gott! durch deinen Geist
Ein Herz, das dich durch Liebe preist.

[Abendlied.]

Für alle Güte sey gepreist,
Gott Vater, Sohn und heilger Geist!
Ihr bin ich zu geringe.
Vernimm den Dank,
Den Lobgesang,
Den ich dir kindlich singe.

Du nahmst dich meiner herzlich an,
Hast Grosses heut an mir gethan,
Mir mein Gebet gewähret;
Hast väterlich
Mein Haus und mich
Beschützet und genähret.

Herr, was ich bin, ist dein Geschenk;
Der Geist, mit dem ich dein gedenk,
Ein ruhiges Gemüthe;
Was ich vermag
Bis diesen Tag,
Ist alles deine Güte.

Sey auch, nach deiner Lieb und Macht,
Mein Schutz und Schirm in dieser Nacht;
Vergieb mir meine Sünden.
Und kömmt mein Tod,
Herr Zebaoth,
So laß mich Gnade finden.

[Auf die Himmelfahrt des Erlösers.]

Jauchzt, ihr Erlösten, dem Herrn; Er hat sein Werk vollendet;
Deß müsse sich der Erdkreis freun!
Er fährt verkläret hinauf zu dem, der ihn gesendet,
Und nimmt die Himmel wieder ein.

Der Herr, nachdem er das Heil und unvergänglich Leben
Auf Erden an das Licht gebracht,
Den Weg zu Gott uns gelehrt, sich selbst für uns gegeben,
Fährt auf zur Rechten seiner Macht.