Was ist der Spott,
Den ein Gerechter leidet?
Sein wahrer Ruhm! Denn wer das Böse meidet,
Daß Gute thut, hat Ruhm bey Gott.
Im Herzen rein,
Hinauf gen Himmel schauen,
Und sagen: Gott! du Gott, bist mein Vertrauen!
Welch Glück, o Mensch, kann grösser seyn?
Sieh, alles weicht,
Bald wirst du sterben müssen.
Was wird alsdenn dir deinen Tod versüssen?
Ein gut Gewissen macht ihn leicht.
Heil dir, o Christ!
Der diese Ruh empfindet,
Und der sein Glück auf das Bewußtseyn gründet,
Daß nichts verdammlichs an ihm ist!
Laß Erd und Welt,
So kann der Fromme sprechen,
Laß unter mir den Bau der Erde brechen!
Gott ist es, dessen Hand mich hält.
[Versicherung der Gnade Gottes.]
So hoff ich denn mit festem Muth
Auf Gottes Gnad und Christi Blut;
Ich hoff ein ewig Leben.
Gott ist ein Vater, der verzeiht,
Hat mir das Recht zur Seligkeit
In seinem Sohn gegeben.
Herr, welch ein unaussprechlich Heil,
An dir, an deiner Gnade Theil,
Theil an dem Himmel haben;
Im Herzen durch den Glauben rein,
Dich lieben und versichert seyn
Von deines Geistes Gaben!
Dein Wort, das Wort der Seligkeit,
Wirkt göttliche Zufriedenheit,
Wenn wir es treu bewahren.
Es spricht uns Trost im Elend zu,
Versüsset uns des Lebens Ruh,
Und stärkt uns in Gefahren.
Erhalte mir, o Herr, mein Hort:
Den Glauben an dein göttlich Wort,
Um deines Namens willen;
Laß ihn mein Licht auf Erden seyn,
Ihn täglich mehr mein Herz erneun,
Und mich mit Trost erfüllen!