Verbirgt so viel und ist so blos?
Gern hätten wir es uns gefallen lassen, bis an unser Lebensende in dem freundlichen Kirchheim zu bleiben; aber da am 11. August 1712 die Herzogin, meine große Wohlthäterin, starb, so mußten wir wieder nach Stuttgart ziehen. —
So weit erzählte Setma selbst. Sie erhielt von dem Herzog Eberhard Ludwig auf Empfehlung der verstorbenen Herzogin Kost und Wohnung lebenslänglich in der herzoglichen Hofhaltung, lag im Jahr 1714 an einer schweren Krankheit darnieder, von der sie sich nie ganz erholte, und wie lang sie dann noch gelebt hat, weiß ich nicht. Sie hat an Armen und Kranken nach Vermögen viel Gutes gethan, und vielen Sterbenden durch frommen Zuspruch ihre letzten Stunden erleichtert. Unsere Großeltern in Stuttgart hörten noch manchmal von der frommen Jungfer Gottliebin erzählen, und wenn auch unsere Enkel nichts mehr von ihr wissen werden, so werden sie doch unsere Engel um so besser kennen.
Bei J. F. Steinkopf in Stuttgart sind ferner erschienen:
Barth, Dr. C. G., Kleinere Erzählungen für die christliche Jugend.
I. Bändchen. 3. Aufl. 8. geb. 1 fl. od. 20 sgr.
Inhalt: 1. Der Apotheker und sein Arzt. 2. Die Geschichte des Peter Trom. 3. Das Rubinenkreuz. 4. Das Frauenkreuz. 5. Die Wachsfigur. 6. Das Stöberwetter. 7. Die Geschichte des Michel von Breitenfurth. 8. Das Concilium Nepomucenum. 9. Geschichte einer Sturmhaube. 10. Das Kutschenrad.
II. Bändchen. 2. Aufl. 8. geb. 1 fl. od. 20 sgr.
Inhalt: 1. Der Bernhardskrebs. 2. Die Geschichte vom Sternwirth. 3. Das verlorene Kind. 4. Die vier Brüder. 5. Die drei Häuser. 6. Der Sacktuchhändler. 7. Der seltsame Appetit. 8. Die Schatzgräber. 9. Der blaue Herr. 10. Das Rettungshaus auf dem Arlberge.
III. Bändchen. 8. geb. 1 fl. od. 20 sgr.