gwydr im Gälischen, gwydredd und gwydraue ist glasig (glas ist blass, grau, blau);—guitr im Bretonischen; guitreri ist Glashütte, guezrer Glasblaser;—gloine, glain im Gälschen.
ὑαλος im Griechischen; γυαλι im Neugriechischen; γιαλη, γυαλια im Mittelalter (welche Worte aus dem Gälschen stammen mögen);—vitrum im Lateinischen (aus dem Wälischen);—vitro im Italienischen;—vitrio im Spanischen;—vedro im Portugiesischen.
vidrioa, beira, beiraquia im Baskischen;—iiveg im Magyarischen;—wahlin in der Zigeunersprache;—liaegnak, auch glas im Lappländischen.
glas, gler im Isländischen;—glaes im Angelsächsischen und Alemannischen;—glas, gleez im Friesischen;—glass im Englischen, glassy, auch vitreous ist gläsern;—glas im Schwedischen, Dänischen, Holländischen.
§. 7. Kali, Potasche und Verwandtes.
A. Kali, Gewächsalkali, Potasche im Allgemeinen.
Das Kali, dem Natron sehr verwandt, ist in seinem reinen Zustande, in dem es in der Natur nicht vorkommt, ein chemisches Element, aus der Classe der Alkalier, von sehr ätzender Qualität (ätzendes Kali, kali causticum, pierre de cauterre); in Verbindung mit Säuren giebt es vielfache Salze, die von den Natronsalzen wesentlich verschieden sind. Das gemeinste von diesen Salzen, welches am meisten technisch verwendet wird, ist das kohlensaure Natron, zu dem die Potasche gehört. Dieses kommt im Mineralreiche wenig, nur als Bestandtheil einiger Mineralien vor, aber ausserordentlich verbreitet ist es im Pflanzenreiche. Die Asche der meisten Pflanzen, besonders des harten Holzes, der ästigen Farrenkräuter (pteris aquilina u.s.w.), der Weintrester u.s.w. enthält viel kohlensaures Kali, der Weinstein bestehet aus weinsteinsaurem Kali, beide Gegenstände werden vorzugsweise auf Kali benutzt. Die Asche wird ausgelaugt, enthält nur das unreine kohlensaure Kali oder Potaschesalz, das durch Abdampfung gewonnen und gereinigt werden kann. Dieses Salz wird vielfach, vorzüglich zur Seife verwendet, wozu aber auch kohlensaures Natron dient.
kien im Chinesischen, wird Soda und Potasche seyn;—k'har, k'hari im Sanscrit;—garan alkali im Malaiischen, wird auch hierher gehören;—scebbo im Maltesischen; wie man in den semitischen Sprachen das kohlensaure Kali von dem kohlensauren Natron unterschied, muss ich dahin gestellt seyn lassen.
ατισποδον (von σποδος, Asche) der Griechen, τριξ οινουοντη war das aus Weinstein gewonnene Salz, das auch φεκλη und πεφρυγμενη hiess;—antispodon und empireume der Römer; das künstlich fabricirte nitron agrium, aus verbranntem Eichenholz, war offenbar Kali; die Lauge machte man—wie bey uns—durch gebrannten Kalk ätzend (da dieser sich mit der Kohlensäure verbindet und das reine ätzende Kali frei wird), dieses hiess προταστακτον;—αλκαλη im Mittelalter;—alcali im Spanischen und den neuern Sprachen, was das Alkali überhaupt bedeutet.