rtuticnik stribrily im Czechischen; sertutowani ist amalgamiren;—kenesö-ezüstetegy im Magyarischen.
F. Sublimat.
Ist chlor- oder salzsaures Quecksilber, ein künstliches Salz, für sich ein heftiges Gift.
hiong-fen, fen-chouang im Chinesischen; soliman im Spanischen.
§. 5. Platina nebst den verwandten damit vorkommenden Metallen, Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium.
Platina kommt bekanntlich bloss gediegen in Körnern vor, die zuerst in den Goldwäschereien des südlichen Amerika beachtet wurden. Die Spanier nannten dieses Metall platinja, oder platina (d.i. silberähnlich, von plata Silber), daher das Substantiv Platina, welcher Name in die wissenschaftliche Sprache aller Völker überging, daneben machte sich früher auch der Name Weissgold, or blanc. Später wurden die Platinakörner auch in den Goldwäschen von Siberien gefunden. Da das Platina mit gewöhnlichem Feuer nicht geschmolzen werden kann, es nur geschweisst und gehämmert wird, so ist die Anwendung sehr beschränkt, dient vorzüglich zu chemischen Gefässen. In Russland prägte man eine Zeit lang Münzen daraus.
Das siberische Platina könnte möglicherweise dem Alterthume und Oriente bekannt gewesen seyn, aber schwerlich wurde es technisch zu Prunkgefässen u.s.w. verwendet. Neuerlich hat Prof. Schweigger über das electron der Alten, (Greifswalde 1848) das ηλεκτρον der Griechen für unser Platina angesprochen, doch scheint mir die Durchführung dieser Behauptung wenig schlagend.
In und mit dem Platina kommen nur in höchst kleiner Quantität andere metallische Körper vor, welche die neuere Chemie entdeckt hat, als Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium, die nur ein chemisches Interesse haben, früher gewiss stets unbeachtet blieben.