Dies ist meist ein dunkler, bituminöser Schiefer, mit kaum sichtbar eingemengtem Zinnober, und das gewöhnlichste, am meisten verbreitete Quecksilbererz; die andern Erze, die in den Mineralogien aufgeführt werden, kommen so unbedeutend und selten vor, dass sie hier zu übergehen sind.
anthrax der Römer;—Lebererz in Idria (Krain), bey dem man Stahl-, Korallen-, Branderz unterscheidet;—mednomodr, rumelka im Czechischen;—krusz cynowego, ruda cynobra im Polnischen;—kenesömay im Magyarischen;—mercure hepatique und ähnlich in den neuern, wissenschaftlichen Sprachen.
D. Chiops mineralis, mineralischer Moor.
Ist die Verbindung von Quecksilber und Schwefel.
kandschali in Bengalen.
E. Amalgam.
Ist die Verbindung des Quecksilbers mit Silber (auch mit Gold); sie kommt zuweilen natürlich, auch krystallisirt vor, wird aber meist technisch, durch Hüttenprozess gewonnen, indem auf den Quick- oder Amalgamir-Mühlen die gepochten Erze mit Quecksilber in Verbindung gebracht werden, welches sich mit dem Silber verbindet, von dem es leicht zu trennen ist.
Im Alterthume und Oriente kannte man das Amalgam sehr wohl, es ist mir aber kein Name bekannt, erst im Mittelalter kommt der Name amalgama vor; ob er aus dem Griechischen stammt von αμα und γαμειν—zusammen sich verbinden—lasse ich ganz dahin gestellt seyn.
Ein keltisches Wort scheint nicht vorhanden zu seyn, im Gälischen nennt man das Amalgam aonachadh (Vereinigung) und co-mheasgachadh (die Zusammenmischung), diess werden keine alten Volksnamen seyn.
azoguero, azogue en pella im Spanischen, ist offenbar aus dem Baskischen; arrastre, tahona ist die Quickmühle; beneficio por azogue ist der Amalgamationsprozess;—amalgam in allen neuern Sprachen.