azul, azul de montana, cenizas im Spanischen;—rame azurri im Italienischen;—azur de cuivre, bleu de montagne im Französischen;—azure, capper lasur im Englischen;—berglazur, schieferblau im Altteutschen;—koppar lazur, bergblätt im Schwedischen;—berglauw im Holländischen;—lasura im Windischen;—lazurok-rusz [or: lazurokrusz], miedz lazurawa im Polnischen;—mednaya lasuri, hornaya im Russischen;—holubec, ogr modry im Czechischen.

S. Künstliche Kupferlasur, die aus Kupfer bereitete blaue Farbe der Alten.

Das Alterthum, besonders Aegypter und Römer, verstand die Kunst, das Glas durch Kupfer blau zu färben, und durch weitere Präparation eine köstliche blaue Farbe zu bereiten, die nie verbleichte, viel in der Malerei verwendet wurde, in hohem Ansehn stand, die neben unserm Ultramarin (s. Lasurstein) und unserer Schmalte (s. Kobaltglas) häufig zur Verzierung der öffentlichen Gebäude diente. Die Kunst, das Glas durch Kupfer blau zu färben, war gänzlich verloren gegangen, man kannte nur Kobaltglas (Schmalte), erst in den letzten Jahren haben einige Porzellanfabriken diese Kunst wieder erfunden und wenden das blaue Kupferglas in der Porzellanmalerei an.

caeruleum factitivum der Römer war diese Farbe. Das mit Kupfer zusammengeschmolzene und dadurch blau gefärbte Glas (die Fritte), hiess coelon, diese wurde gemahlen, hiess dann lomentum, woraus dann die verschiedenen Farben durch Schlemmen u.s.w. (wie bey unserer Schmalte) bereitet wurden, als das vestorianum, pulcolanum u.s.w.


§. 8. Nickel.

Das Nickelmetall lernten wir erst in neuerer Zeit, 1751 durch Klaproth kennen, es hatte aber gar keine Anwendung, bis man es ganz neuerlich (etwa 1820) mit Kupfer legieren und hierdurch das Weisskupfer oder Neusilber machen lernte (s. oben beym Kupfer), welches jetzo viel Anwendung findet, von den Chinesen aber schon seit alten Zeiten unter dem Namen pak-fong fabricirt wurde, die daher auch von jeher das Nickelerz gekannt haben, wir wissen aber nicht unter welchem Namen.

Die Nickelerze, die sich in vielen Gegenden finden, waren dem Bergmanne und Mineralogen lange bekannt. Sparsam, nur als mineralogische Seltenheit findet sich in zarten Nadeln der gediegene Nickel (Haarkies, nickel natif), ferner das Nickel-Spiesglanzerz (nickel antimonian, antimoine nickellifère) und einige andere Nickelverbindungen.

Häufig und verbreitet, besonders in Sachsen, ist der Kupfernickel, der stets bekannt war, aber als unnütz weggeworfen wurde. Er bricht mit Kupfer und Silbererzen, hat eine kupferrothe Farbe, enthält weder Kupfer noch Silber, sondern nur Nickel, etwas Spiesglänz und Arsenik, er war dem Bergmanne ein unnützes, unerfreuliches Erz.

In der gemeinen teutschen Sprache bedeutet Nickel ein schlechtes Ding, ein schlechtes Pferd, ein schlechter Mensch, daher mag es auch ein schlechtes Erz bedeutet haben. Woher das Wort eigentlich stamme, ist sehr zweifelhaft. Im Keltischen finde ich kein ähnliches Wort, im Schwedischen ist Nyckel der Nagel, im Arabischen ist nykl ein zerrissener Schuh, im Persischen ist nikl ein starker Mann, alles dieses hat auf seine Bedeutung im Teutschen keinen Bezug.