ferrum im Lateinischen, spongia, nucleus ferri Roheisen, strictura gestricktes, gehämmertes Eisen, faber ist Schmidt, ferraria die Sehmiede;—ferrum im Mittelalter; man unterschied ferrum deandelum oder delandelum das weiche Eisen, aldeva oder alidena das Roheisen, acerium, aciarium das harte, indicum, indanicum, endanicum das stahlartige;—fer im Französischen; mazerie, fonte cru ist Roheisen, fer en barers ist Stabeisen, fer forgé geschmiedetes Eisen, fer aigre sprödes Eisen; forgeùr der Schmidt, forge die Schmiede;—ferro im Italienischen und Portugiesischen;—hierro, fierro im Spanischen, hierro colada ist Roheisen—labrado Stabeisen, herrero, forjador der Schmidt, forjado, fragua die Schmiede.
iron (sprich airen) im Englischen, iron bak und -in bars ist Stabeisen, forger ist Schmidt, forge die Schmiede;—iren, iron, isarn, ison, cren im Angelsächsischen;—jarn im Isländischen (woher Harnisch), auch isarn und raudi (aus dem Finnischen);—joarn im Friesischen;—järn, jarn im Schwedischen (doch von jarunn im Gälischen), takjärn ist Roheisen, stangjärn Stangeneisen;—jern, auch ese, yse im Dänischen, jerngös ist die Eisengans, Roheisen; yrsa, yrsen, ysen im Altfriesischen;—isera, isen im Altsächsischen;—isarn, eisarn, isan im Altfränkischen und Althochteutschen;—isen im Platteutschen;—ijzer, yzer, yser im Holländischen;—eisarn, iern im Gothischen; yrsa, yrsen, ysen, yser im Altfinnischen.
burdina, burnia im Baskischen;—sarfar, sarca, sayrsa, sarta der Alchemiker;—saster, tzaster, saltra in der Zigeanersprache.
B. Der Stahl.
Der Stahl ist ein Eisen, das mit Beybehaltung seiner Geschmeidigkeit viel härter, auch schmelzbarer und luftbeständiger als das gewöhnliche Eisen geworden ist, welche Eigenschaften durch Beymengung von Kohle erhalten werden. Gewisse Erze (z.B. manche Spatheisensteine) liefern gleich beym ersten Schmelzen ein stahlartiges Eisen (Rohstahl, acier naturel,—de fonte) dessen Stäbe meist ein- oder mehrmals zusammengeschweisst oder gegerbt werden; sonst glühet man das Eisen mit Kohle, erzeugt hiermit den Cementstahl, l'acier de cementation, oder Blasenstahl, l'acier à boursouffle, der ausgeschmiedet auch Blätterstahl (l'acier à poule) heisst. Beide Arten von Stahl wieder geschmolzen geben den Gussstahl (l'acier fondu). Besonders berühmt ist seit ältester Zeit der wootz, der von Bombay in Indien kommt, aus einem schwarzen Eisensand gewonnen wird, reich an magnetischem Eisenstein. Der schöne damascirte Stahl, vorzüglich zu Säbeln geschätzt, ist figurirt durch das Zusammenschweissen verschiedener Stücke, ausserordentlich zähe und hart. In Europa liefert seit ältester Zeit den meisten und trefflichsten Stahl Krain (wo man azzalon und brescian stahl unterscheidet) und Steiermark (wo der grobe muck [?*], der feinste Stahl scharsachstahl heisst).
kang, leou, chu-kan, touan-kan im Chinesischen;—kan im tartarischen Mandschu;—djiagh, mo-lcha-gasa im Tibetanischen;—baja, beji, malella, khersani, kaluli im Malaiischen;—maach, mech im Leskischen.
andun im Ossetischen;—andan im Wotjäkischen (Finnischen);—andun djan im Tscherkessischen. (Im Mittelalter hiess ein aus dem Oriente eingeführter Stahl, der sich schmelzen und giessen liess, andena, andenon, welche Worte vielleicht aus dem Finnischen stammen).
sara im Sanscrit, auch tikshnajasa, aiassa und nila loha (d.i. blaues Eisen);—kantalauha im Bengalischen;—wutz, wootz, wuce, vuc im Hindostanischen, auch phulaat.
pulad im Tartarischen, auch churtsch;—poghpat, poghowatik im Armenischen;—bolot im Mongolischen;—bolat, burtik, tscheran, tschandan in den kaukasischen Sprachen;—pola, pila, auch asen im Kurdischen;—pulad, auch setti im Persischen, ruhen ist der indische Stahl, giohar, gauherdar ist der blumige, damascirte Stahl der Säbelklingen;—pulad, fulads, faluds im Arabischen, auch jeleb, celik (womit vielleicht chalybs im Griechischen zusammenhängen könnte), setti (wie im Persischen), haedidi efreng, der indische Stahl ist ruhen wie im Persischen;—bolat im Türkischen, auch aheni gerb, aheni ner, tscheluk, tschelik;—bülat im Buriätischen;—bulad im Tygrischen und Darfur (Nordafrica); züllub bülad im Szauakischen (desgl.);—lelmesarik in Burnu (desgl.);—dkir im Berberischen (desgl.);—bulade im Amharischen;—bylad, auch stalj im Russischen;—bulat, stal im Polnischen, masat, musatek ist der Wetzstahl, demesz der damascirte Stahl;—pold, auch scheburkan im Syrischen;—palda im Hebräischen.
istem, istema im Chaldäischen;—στομωνα im Griechischen (von στομοειν schärfen, härten), auch σιδηρον στομωνα, ακη (wie acer im Bretonischen und Lateinischen) χαλυψ (vielleicht zusammenhängend mit celik im Persischen), σιδηρον ιοεντα (das blaue), in alter Zeit auch αδαμας σιδηρος, αδαμας (welches Wort schwerlich mit Diamant zusammenhängt, vielleicht in—damascirtem Stahl—nachklingt);—τρελικι im Neugriechischen, aus ασταλι; —ατζαλον, ατζαλιν im Mittelalter (von azzalon in Krain);—chalybs im Lateinischen, chalybaeus ist stählern.