S. Thoneisenstein, Adlerstein.
Ein Eisenoxyd, roth oder gelb, mehr oder weniger sandig oder thonig, das oft in besondern Formen oder Concretionen erscheint, aber selten technischen Nutzen gewährt. Manche dieser Concretionen sind geodenförmig, rund, im Innern hohl, enthalten Sand oder Steine, klappern beym Schütteln, erregten seit alten Zeiten Aufmerksamkeit, gaben zu verschiedenen Conjecturen Aulass, waren unter dem Namen Adlersteine bekannt.
go-ho-ky, yu-yu-linang, yu-liang-chy, nieou-hoang im Chinesischen;—ardsuakhar im Armenischen;—iktamakt im Arabischen;—iktemet im Türkischen;—itubhnon im Syrischen.
λιθος αετιτης im Griechischen (von αετος der Adler);—lapis aetites, geodes gungites der Römer;—κρατητηρα im Neugriechischen;—etites, piedra del agula im Spanischen, auch im Portugiesischen;—aetide, pierre d'aigle im Französischen;—eagle stone im Schwedischen, ljusgrä jernmalm ist Thoneisenstein;—clach iolaire [?*] im Gälschen (von iolair der Adler);—arrandaria im Baskischen.
orlü kamen, bolatnaja im Russischen, glinistoi schelesnoi kameni ist Thoneisenstein;—orli kamieni, zelaze itowe im Polnischen;—orlici kamen im Czechischen;—sasko im Magyarischen.
T. Bohnerz, Linsenerz.
Ein körniger Thoneisenstein, auch linsen- und bohnenförmig, der nicht selten, besonders in der Juraformation vorkommt, auch verschmolzen wird, dem Alterthume wohl bekannt gewesen seyn mag, wenn wir auch den Namen nicht kennen.
tching-to-ta-chy im Chinesischen;—bohnerz, linsenerz, hirseerz, zieselerz beym teutschen Bergmanne;—pea iron ore im Englischen.
U. Raaseneisenstein, Morasterz, Sumpferz.
Ein, meist phosphorsaures Eisenoxydul, das sich in Seen, Sümpfen, Mooren fortwährend bildet (meist aus den Panzern einiger microscopischen Infusorien), häufig in knolligen, rundlichen Formen; da es an der Oberfläche liegt, ist es sehr leicht zu gewinnen, wird in vielen, besonders in den nördlichen Gegenden als Eisenerz verschmolzen. In den südlichem Gegenden, auch in Griechenland und Italien ist es wenig heimisch, im classischen Alterthume kommt dafür kein Name vor. Im neuern Latein heisst es ferrum limosum, tophus ferri.